Die Paarmeisterschaft (zum aktuellen Stand bitte anklicken) gestaltet sich wie immer auch in diesem Jahr sehr spannend. Vor dem letzten Termin am 10.12. liegen die Seriensieger Renate und Dan Hagedorn knapp vor den diesjährigen Herausforderern Helga Träger und Dr. Christoph Meyer. Beide können noch ein Ergebnis streichen, sodass der Tagessieger im Dezember wohl auch die Meisterschaft gewinnen wird. Theoretische Chancen haben auch die Drittplatzierten Blanca Dross und Werner Eichler, die mit einem sehr guten Abschneiden am letzten Termin noch ein schlechtes Ergebnis streichen und auf diesem Weg noch auf dem ersten Platz landen können. Das gelang dem Ehepaar Ricklefs im letzten Jahr. Also warum auch nicht dieses Jahr eine solche Überraschung? In drei Wochen wissen wir mehr. Es ist zumindest spannender als die Fußball-Bundesliga, wenn auch nicht so gut bezahlt.
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Den Adlerpokal gibt es seit 1973. Er war dem besten Ehepaar und ist dem besten gemischten Paar gewidmet. Das letzte Mal wurde um den Vogel 2019 gespielt. Die Trophäe geriet seitdem nie aus dem Blick, denn sie thronte auf einem Schrank bei Herrn Hagedorn, wöchentlich sichtbar auf RealBridge. Würde der Adler nach sechs Jahren seinen Horst wechseln wollen? Die wichtigste aller Fragen drängte andere naheliegende Fragen zurück: Was hat ein Adler mit Bridge, Weinheim oder Ehepaaren zu tun? Würde ein gemischtes Paar zusammenziehen oder gar heiraten, um sich den Pokal zu teilen? Würde der Turnierleiter die Regenbogenflagge hissen, wenn ein scheinbar gleichgeschlechtliches Paar Anspruch auf die Königin der Lüfte anmeldete?
Der Start verzögerte sich etwas, weil eine Spielerin vergessen hatte, eine andere Spielerin mit dem Auto mitzunehmen. Das sagt doch einiges über die Anspannung aus, die bei diesem Wettkampf in der Luft lag 😉
Mit welcher Hand eröffnen Sie in Board 15? Teiler ist Süd (Nord/Süd in Gefahr).
Die mit Express Nachgeholte passte Forum D gemäß: keine 12 Figuren- oder 13 Figuren-Längenpunkte, keine Aufwertungsfaktoren. Gleiches gilt für West: Sie passte mangels Oberfarben. Auch Nord passte: „die Gefahrenlage ist ungünstig, die Farbe so lala.“ Die vierte Hand grübelte dann recht ausgiebig: 11 F und 13 FL, aber obenrum sind so wenig Karten. Ging die 15er Regel (Punkte plus Anzahl der Pikkarten) mit Figuren- oder Figurenlängenpunkten? Kann passen klug sein, wenn die anderen Tische eröffnet hatten? In der ersten Runde war er distanzierter, aber letztlich jämmerlicher Mittäter eines Regelverstoßes geworden, bei dem die Karten nach Rundpass neu gemischt wurden. Egal, er passte. Die späteren Gewinner bekamen immerhin noch 50% in dieser Hand, da Nord-Süd Pik und Coeur belegen konnte.
So unspektakulär holten sich Frau Pfeifer und Herr Koch den Adler zurück, den sie 2018 schon einmal beheimateten. Sie wollen deswegen aber nicht zusammenziehen.
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Der Sommer geht zu Ende und damit auch die Badesaison am Hemsbacher Wiesensee. Das gab uns die Gelegenheit, den schönen Raum mit wunderbaren Blick auf den See des Imbiss am See für unser Bridge am Sonntag zu nutzen. Das Interesse, endlich wieder sonntags Bridge zu spielen und den Spielort am See auszuprobieren, war groß; 15 Paare hatten sich gemeldet. Bis es allerdings soweit war, mussten 3 Paare leider wieder absagen, sodass wir am Ende an 6 Tischen ein Turnier über 8 Runden á 3 Boards spielen konnten. Das Wetter hat auch mitgespielt, nach dem Regen über die Nacht klarte es auf und so hatten wir einen herrlichen Frühherbsttag mit angenehmen Temperaturen.
Wie immer ging es los mit Kaffee und Gebäck, um dann konzentriert die 24 Hände zu spielen und sich über die vielen unterschiedlichen Verteilungen mit ihren jeweils eigenen Problemstellungen zu freuen. Wie immer geht es bei der Reizung darum, die richtige Höhe für einen Kontrakt zu finden. Manchmal ist es glasklar, dass das Vollspiel gereizt werden muss, aber oft genug muss man genau abwägen, ob sich das Risiko lohnt ein knappes Spiel auszureizen. Im Zweifel hilft da der Ratschlag, den West seinem Partner auf Ost gegeben hat, nachdem dieser etwas zu vorsichtig gereizt hatte: “ Mindestens einmal am Tag sollte man ins Risiko gehen.“ Am Ende ist das so auch beim Bridge, im Zweifel lieber reizen als passen.
Das Turnier lief reibungslos über die Bühne, sodass wir Punkt 18 Uhr fertig waren und schon kurze Zeit später das Ergebnis verkündet werden konnte.
Zum Abschluss gab es wieder einen kleinen Imbiss. Diesmal waren es leckere Frikadellen mit wahlweise Kartoffelsalat oder Pommes. Vielen Dank hier nochmal an die Wirtin des Imbiss und natürlich an Fritz Hunn, der diesen schönen Spielort gefunden hat.
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