DD in RB

„DoubleDummy in RealBridge“ soll das heißen. Wobei ich mich immer gefragt habe, wieso das nicht QD heißt für „QuadrupleDummy“. Denn gemeint ist ja Reizung oder Spiel mit vier offenen Händen, so dass jede Hand immer die beste Entscheidung treffen kann. Jedenfalls kündigt sich an, dass wir demnächst in den Genuss von DD oder QD in RealBridge kommen. Das ist ja vielleicht der letzte Vorteil von BBO. So schön das fürs Nachkarten und Lernen ist, so schade ist es für den Besserwisser, der hier einzelne Hände erklärt. Aber immer daran denken: DD/QD ist nicht das, was am wahrscheinlichsten und damit logisch mit verdeckten Karten ist.

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Inflation

Ihre Gegner reizen Karos, Sie sind irgendwie in 4P gelandet.

Süd spielt Kreuzkönig aus. Als erstes zählen Sie Verlierer in der längeren Trumpfhand: ein Herz, ein Karo und drei Kreuz. Zwei Kreuzverlierer könnten Sie vermeiden durch Schnappen. Also nach Kreuzass sofort Kreuz weiterspielen, Süd gewinnt mit der 10 und wechselt auf Karo. Nord gewinnt und spielt Karo weiter. Sie schnappen in der Hand und spielen Kreuz. Süd legt den Buben und Sie schnappen.

Aber wie? Süd hat mittlerweile KDB10 gezeigt (die Dame durch das Ausspiel). Es könnte gut sein, dass Süd ein weiteres Kreuz und Nord also Double hat. Dann würde ein kleines Trumpf von Nord übertrumpft. Kann man sich eine Figur zum Schnappen leisten? Immer dann, wenn die Trümpfe 2-2 verteilt sind oder die 10 bei Nord ist und rausgeschnitten werden kann oder die 10 maximal Double ist. Also rein in die Inflation und hoch schnappen.

Es hat sich gelohnt, Nord wirft ein Herz ab. Mit Karoschnapper wieder in die Hand und das letzte Kreuz mit einer Figur schnappen. Dann Trumpf spielen. Was macht man jetzt? Mit sieben Karten und zwei höheren auf die 10 schneiden oder schlagen? Wenn Sie es wissen, schreiben Sie es mir bitte, ich weiß es nicht. Beides ist in der Hand erfolgreich.

Was passiert eigentlich, wenn Süd den Braten riecht und nach dem zweiten Kreuz Trumpf spielt? Das wäre schon ganz schön schlau, aber leider recht dämlich, denn der nicht so gute Alleinspieler bekommt jetzt den Trumpfschnitt auf dem Tablett serviert und wird gezwungen hoch zu schnappen.

Und wenn Süd eine richtige Supernase ist und den Braten vor dem Ausspiel riecht, also Trumpf ausspielt und später, wenn sie mit Kreuz drankommt, wieder Trumpf spielt? Keine Sorge, das passierte in unserem Club nicht. Aber da, wo es passiert, könnte auch ein Superhirn Alleinspielerin sein und einen ganz anderen Spielplan verfolgen: Das letzte Kreuz auf das hochgeschnappte fünfte Herz wegwerfen.

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TeamTeenies

In 60 Boards zum Club-Teammeister. Dieser Herausforderung haben sich sechs Teams gestellt, davon drei Club- und drei Gästeteams. Wie gut, dass wir so viele nette und treue Gäste haben! Der Ablauf war problemlos (eine ungerade Teamzahl ist leider problematisch auf RealBridge) und es hat viel Spaß gemacht. Die Dramaturgie wollte es, dass im letzten Spiel die beiden Bestplatzierten gegeneinander antraten, BridgeTeenies vs. 3DPlus, die Titelverteidiger:innen. Auch dank eines Schlemms (siehe nächster Beitrag) haben Bettina Stini/Alexander Hornig und Wolfgang Grabarse/Guido Koch gewonnen. Herzlichen Glückwunsch an das jüngste Team! Hier das gesamte Ergebnis.

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Uff

Uff steht umgangssprachlich für „et hätt noch immer jot jejange“ und NUF steht bridgesprachlich für „neue Unterfarbe forcing“. Hier eine Hand mit Uff und NUF:

Ihr Partner eröffnet 1T, Sie reizen 1P. Was reizen Sie auf 1SA vom Partner? Wenn Sie 4P reizen (auf keinen Fall 3P, es sei denn, das wäre bei Ihnen forcing – oder Sie haben ein Katastrophenverhinderungssignal), ist die Reizung vorbei. Dafür sind Sie sehr stark, vielleicht geht ja mehr. Also erstmal forcieren, NUF mit 2K. Partner erfreut Sie mit 3P. Damit will er Ihnen sagen: Ich habe kein 4er Coeur (würde er zuerst reizen), ich habe ein 3er Pik und Maximum für mein 1SA. Oha, NUF, was ist das für eine gei… Konvention!

Mit Fit zählen Sie die Hand neu durch: Zu den 16 F kommen 1 Verteilungspunkt in Karo (in Treff nicht wegen der Figur) und 2 V in Trumpf für die neunte Karte. Und wieviel hatte noch mal der Partner? Ergibt zusammen 33 FV. Das ist das Eintrittstor zum Kleinschlemm. Kontrollen sind in allen Farben an Bord, also Keycardfrage. Partner meldet zwei ohne Trumpfdame. Schade. Aber vielleicht haben Sie Hafer gefrühstückt und oder es läuft einfach. Dann werden Sie sich sagen: Ist ja Team und immerhin haben wir 9 Trümpfe, also 6P.

Ergebnis? Uff, hier die ganze Hand.

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Zweite in der Liga

In der BBO-Liga haben wir den zweiten Platz erreicht: Ergebnistabelle. Die Weinheimer Nachrichten berichten.

Dafür haben wir in der Online-Liga 3C gegen acht andere Mannschaften gespielt. Die Liga wird vom deutschen Bridge-Verband auf Bridge Base On Line durchgeführt.

Es reichte ebenso oft zu gewinnen wie zu verlieren. Es wäre mehr und weniger drin gewesen. Fun fact: Wir hatten das Match mit dem höchsten IMP-Umsatz (147) und dem niedrigsten (59). Durchschnittlich gingen 95 IMP pro Spiel in der Liga über den Tisch.

Die Mannschaft bestand aus Renate und Dan Hagedorn, Helga und Heiko Ricklefs, Wolfgang Grabarse und Guido Koch.

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